
Nach den Vorfällen auf Camp Donkerbloem haben sich die Kriminalkommissarin Frieda, Barbesitzer Wout, Türsteher Tayfun und Kathinka, IT-Expertin und Untermieterin von Wout, aus den Augen verloren. Wout hat nach dem Vorfall das Camp Donkerbloem gekauft und Tayfun betreibt es nun als Verwalter. Wout vermisst seinen Kumpel und Mitarbeiter, aber er merkt, dass es ihm dort sehr gut gefällt und er in seiner Arbeit auf dem Camp aufgeht. Wout ist glücklich mit seiner Bar, seiner Freundin Milana und auch das illegale Geschäft mit den Zigaretten läuft sehr gut. Er kann sich momentan nicht beschweren.
Als er dann eines Abends total müde nach Hause kommt, hört er etwas und schleicht sich hinein und sieht erschrocken, dass dort Frieda steht, die Kriminalkommissarin. Er kann sie einfach nicht ausstehen. Die vier haben sich damals versprochen, dass sie keinen Kontakt mehr aufnehmen und auch nicht mehr darüber sprechen wollen, was damals in den Ardennen geschah. Frieda wirft ihm vor, dass er sie verfolgt und ihr geheime Mails schickt. Wout weiß nicht, wovon sie da spricht, und so verlässt sie ihn wieder mit dem Hinweis, dass sie einiges über Wout, Tayfun und Kathinka wüsste und er daher besser die Finger von ihr lassen soll. Wout ist danach stinksauer, denn was bildet sich diese Frau nur ein!?
Ein paar Tage später ist in der Oberlausitz ein junges Mädchen spurlos verschwunden.
In Hamburg berät sich die bekannte Anwältin Nina von Ballstädt, die beste, wenn es um Steuer- und Vermögensrecht geht, mit dem Immobilienmogul Gernot Weber. Es stehen einige tiefgreifende Veränderungen bei ihm an. Es ist auch noch nicht lange her, dass sich der Clan-Chef El Masry und der Polizeichef Lüpke umgebracht haben oder wurden. Weber interessiert in diesem Zusammenhang noch etwas anderes brennend: was ist mit Frieda, der Kriminalkommissarin? Deren Suspendierung ist inzwischen aufgehoben und Weber befürchtet, dass sie wieder die Ermittlungen gegen ihn aufnehmen könnte. Nina beruhigt Weber und prophezeit ihm eine elegantere Lösung in Bezug auf Frieda.
Wie jeden Morgen liest Frieda die Polizeimeldungen durch und sieht, dass ein junger Mann ermordet wurde. Sie kannte diesen Mann. Sie war ein paar Tage zuvor auf einer Fortbildung und da hat sie ihn in einer Bar kennengelernt.
Tayfun war von Frieda immer sehr angetan und hat sie vermisst, als sie sich nicht mehr gesehen haben nach dem Vorfall auf Camp Donkerbloem. Tayfun ruft Frieda an, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, vor allem, ob sie immer noch verfolgt wird.
Als jedoch die Leiche des kleinen Mädchens in der Oberlausitz gefunden wird und die Spurensicherung Haare von Frieda am Tatort findet, wendet sie sich an Tayfun mit der Frage, ob sie bei ihm ein paar Tage auf seinem Camp verbringen könnte. Sie hofft, dass sich die Wellen derweil glätten, denn sie ist jetzt im Visier der Ermittlungen. Kathinka hilft Frieda auch, indem sie ihren Kumpel Hardy einschaltet, der als Hacker wichtige Informationen für Frieda besorgt. Danach ist Kathinka sehr besorgt, als sie bemerkt, wer da alles involviert ist. Natürlich bleibt Frieda auf Camp Donkerbloem nicht unentdeckt, wo es zu einer tragischen Wendung kommt.
Der zweite Teil der Trilogie um das Camp Donkerbloem ist wieder sehr fesselnd und aufregend. Vor allem ist spannend zu erfahren, wer da letztendlich alles involviert ist. Schon nach den ersten Seiten war ich wieder mittendrin in der Handlung, und konnte direkt an den ersten Band anknüpfen, ohne dass es sich nach einer Wiederholung angefühlt hätte. Ich war beim Lesen irgendwie um alle besorgt und konnte mir bis zum Schluss nicht erklären, wie die kleine Gruppe um Frieda die Machenschaften aufklären können und ob und wer dabei zu Tode kommen wird. Da bin ich nun gespannt auf Band drei, der nun alles aufklären und hoffentlich auch einige zu Fall bringen wird. Natürlich nur die „Richtigen“!
Der Kölner Autor Linus Geschke gehört zu den ganz Großen im Krimi-Geschäft und braucht keinen internationalen Vergleich zu fürchten. Seien Fans lieben ihn, und verwundert es nicht, dass er sich mit seinen Büchern wochenlang in den Bestseller-Listen halten kann! Wer ihn noch nicht kennt, sollte aber besser erst mit „Der Trailer“ beginnen, um so den absoluten Thriller-Genuss zu haben, wenn beide Bände hintereinander gelesen werden. Aber egal, um welches seiner Bücher es geht, die Lektüre ist etwas ganz Besonderes.
416 Seiten, Paperback, Piper Verlag, 17 Euro.
Der Trailer (Bücher)
Die Tiefe - Versunken (Bücher)
Rostiges Grab (Bücher)