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39 Grad

Kriminalkommissar Lukas Johannsen und die Profilerin Berit Pernstein werden zu einem Tatort gerufen. Berit ist seine treue Begleiterin, sie erdet Lukas und unterstützt ihn bei seiner Arbeit. Eine tote Frau im weißen Kleid mit einem künstlichen und unnatürlichen Lächeln in ihrem Gesicht wurde in einem Abrisshaus gefunden. Merkwürdig sind drei Zahlen, die der Täter auf dem leblosen Körper hinterlassen hat. Johannsen und Pernstein nehmen die Fahndung nach dem Täter auf, im heißen Sommer, wo das Land gerade unter einer Hitzewelle leidet. Noch wissen sie nichts mit den drei Zahlen anzufangen, aber vor nicht allzu langer Zeit wurde schon einmal eine tote Frau gefunden. Auch sie trug ein weißes Kleid und auch hier hinterließ der Täter eine dreistellige Zahl auf seinem Opfer. Der Täter wurde nie gefasst. Es besteht kein Zusammenhang zwischen den beiden Frauen, aber die hinterlassenen Zahlen geben Lukas Johannsen zu denken. Er geht von einem Serienkiller aus, der sogenannte Puppenmörder, der bis jetzt noch nicht gefasst wurde. Dabei beginnt nun der Psychopath ein Spiel mit Lukas und schickt seine Botschaften direkt an ihn. Mit seiner Nummerologie will er ihm etwas vermitteln, aber noch werden die beiden, Lukas und Berit, nicht daraus schlau, was das alles zu bedeuten hat. Lukas' Chef will ihn von dem Fall abziehen, da der Täter ja persönlich mit ihm kommuniziert. Denn falls noch weitere Morde passieren sollten und alles später ans Licht käme, dann würden viele Fragen gestellt werden und diesem Risiko will sein Boss aus dem Weg gehen. Aber Lukas Johannsen findet, mit Berits Pernsteins Unterstützung, seinen eigenen Weg und lässt sich nicht so einfach ausschalten. Nun jagt er die Bestie mit seinen eigenen Mitteln.

Der Autor Quentin Peck ist in Berlin geboren, studierte Dokumentarfilmregie, Germanistik und Publizistik in Deutschland, Madrid und New York. Seit über dreißig Jahren arbeitet er als Fernsehjournalist und -produzent. Bekannt ist er unter anderem für seine packende „Johannsen Reihe“, zu der die Thriller „22 Grad“ und jetzt „39 Grad“ zählen. Für seine Psychothriller experimentiert und prüft er an realen Orten seine Szenen, was seinen Büchern enorme filmische Dichte und Detaiverliebtheit verleiht.

Dieser Thriller ist atemberaubend, düster und nichts für schwache Nerven. Gleich zu Beginn wird eine brutale Mordszene geschildert, die unter die Haut geht. Die Szenen werden perfekt bis ins kleinste Detail beschrieben. Der Autor erzählt in zwei Zeitebenen und aus drei verschiedenen Blickwinkeln. Dies beinhaltet sowohl die Gedankenwelt des Täters, wie auch detaillierte Einblicke in die privaten Abgründe der Ermittler. Der Schreibstil des Autors besticht durch kurze, angenehm lesbare Kapitel in Verbindung mit einem packenden Tempo und gespickt mit hoher Gefühlsbetontheit wie auch Authentizität.

Wer gerne derartige Thriller liest und insbesondere den besonderen Nervenkitzel liebt, ist mit diesem Buch bestens beraten. Das erste Buch des Autors mit dem Titel „22 Grad“ habe ich zwar noch nicht gelesen, ist aber auch nicht zwingend notwendig für die Handlung in diesem Band. Ein Psychothriller, der begeistert, seine Spannung bis zum Schluss hält, einfach fasziniert und gut unterhält. Mich hat dieses großartige Buch überzeugt und ich kann es jedem Thrillerliebhaber nur wärmstens empfehlen.

Andrea Müller
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